Story

Marlenes Vater

„Afra ist für mich ein Sehnsuchtsort wie Hogwarts, nur eben „in echt“.“

Marlenes Vater

Afra ist für mich ein Ort voller positiver Energie. Die Art des Miteinanders, das Begegnen auf Augenhöhe und die Freiräume, die geboten werden, sind etwas ganz Besonderes. 

Die ersten Wochen waren echt nicht leicht; weder für unsere Tochter noch für meine Frau und mich. In täglichen Telefonaten mussten wir trösten, aufbauen und auch motivieren, nicht gleich aufzugeben. Mit der Zeit wurden die Anrufe weniger und anstatt „Ich bin hier falsch“ oder „Ich will nach Hause“ bekamen wir nun öfter „Das war cool“ oder „Wisst Ihr, was wir heute Tolles gemacht haben?“ zu hören. Es ist so schön, zu sehen, wie an Afra der Spaß am Lernen wieder geweckt wurde  und wie nach dem Schulwechsel das Selbstvertrauen zurückgekehrt ist. Die größte Entwicklung hat es aber bei der Selbstständigkeit gegeben. Dinge wie z.B. Wäsche waschen oder Einkaufen gehen gehören für meine Tochter nun wie selbstverständlich zum Alltag dazu. 

Die Ausgelassenheit der Schülerinnen und Schüler beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich über den Campus laufe. Man spürt, dass sie gerne an Afra und Teil einer großen Gemeinschaft sind. Ob Lehrkräfte, Betreuer im Internat oder die Schulleitung, alle gemeinsam schaffen tagtäglich einen Ort, an dem sich die Kinder wohlfühlen und unbeschwert ihren Interessen nachgehen können und wo ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander gelebt wird. 

Schon am Tag der Offenen Tür hat meine Tochter die Vielzahl an Werkstattangeboten fasziniert. In der Druckwerkstatt kann sie ihrer Kreativität nun freien Lauf lassen und hat ganz nebenbei für wunderschöne Weihnachtsgeschenke gesorgt. Schön ist auch, dass die Altafraner hin und wieder Vorträge aus ihrem beruflichen Alltag halten, dass es die Akademische Woche gibt und die jährliche Projektwoche zu etwas ganz Besonderem gemacht wird. 

„Wir machen jede Menge Dinge, die interessant sind und unglaublich viel Spaß machen und es fühlt sich überhaupt nicht nach Unterricht an.“ (O-Ton meiner Tochter)  Ich bin dankbar, dass meine Tochter hier gut behütet aber dennoch mit ganz viel Freiraum lernen und aufwachsen darf.